Nicht nur Mütter
Nicht nur Mütter – Perspektiven auf Reproduktione Gerechtigkeit & Zeit[en]
2024-2025: Internet-Plattform – Co-Kuration zusammen mit Alisa Tretau
nichtnurmuetter.de
Wie haben sich reproduktive Rechte in Deutschland im Laufe der Zeit gewandelt?
Welchen Einfluss hat der weltweit erstarkende Autoritarismus auf Kinderwünsche und Familienkonstellationen abseits der Norm? Wie können wir Räume des Austauschs über reproduktive Rechte offen halten, trotz der multiplen Krisen, die Vereinzelung statt Solidarität begünstigen?
Das Projekt basiert auf dem Buch von Alisa Treatau, welches 2018 erschienenen ist.
‘Nicht nur Mütter waren schwanger – unerhörte Perspektiven auf die vermeintlich natürlichste Sache der Welt’.
Der Sammelband hat in den nunmehr sieben Jahren seit seiner Erscheinung viel Aufmerksamkeit erfahren; es ist das erste deutschsprachige Buch, das persönliche Blicke auf reproduktive Gerechtigkeit mit politischen Strukturen verbindet.
Mit der Website knüpfen wir an diese erfolgreiche Veröffentlichung an. Wir erweitern das Thema um die Ebene Zeit: Welche Zeitlichkeiten spielen im Privaten eine Rolle, beispielsweise das Warten bei Kinderwunsch, das Bild der Schwangerschaft als „Besondere Zeit“ oder zeitliche Abläufe in Familien mit be_hinderten Eltern oder Kindern?
Welchen Einfluss haben die aktuellen multiplen Krisen auf Kinderwunsch und Elternschaft, z.B. die Klimakrise, das Erstarken totalitärer Ideologien oder Kriege? Wie veränderte sich die gesetzliche Situation von z.B. queeren Kinderwünschen in den letzten Jahren und was bedeutet das für betroffene Familien? Wie können wir in „Zeiten wie diesen“ solidarisch miteinander bleiben, egal ob wir in einer klassischen Kleinfamilie oder einer Co-Parenting-Konstellation leben, ob wir getrennt erziehen oder Fürsorgearbeit in einer chosen family leisten?
Diesen und vielen anderen Fragen widmet sich Nicht nur Mütter waren schwanger 2 in ganz unterschiedlichen Beiträgen. Ihr findet hier persönliche Berichte, vielstimmige Audioarbeiten, essayistische Betrachtungen und vieles mehr.
Fotos: Jana Kießer
Ein Projekt des Vereins disruptiF e.V. – feministisch bilden und beraten.
In Kooperation mit dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Berlin.
Gefördert durch die KKWV der UdK Berlin.